Tutkimus - Forschung
Tutkimuksessa saksalaisen filologian linjalla on laaja kirjo aiheita. Niitä ovat leksikologia, tekstilingvistiikka, stilistiikka, kieliopin teoria, oppihistoria, fraseologia, mainonta, puhuttu kieli, kielikontaktit sekä saksan kielen ja kulttuurin eurooppalaiset yhteydet, erityisesti suomen kannalta.
Tutkimusintressit- Forschungsinteressen:
- Keinästös Forschungsbereiche
- Werbung & Kultur ab 1920 (Wagner)
- „Kunstlöbliche Sprachverfassung unter den Teutschen. Studien zum Horrendum Bellum Grammaticale des Justus Georg Schottelius (1673)“ (Fonsén)
- Studien zur Popularisierung der deutschen Rechtssprache (Fonsén)
- Die Beendigung finnischer und deutscher Telefongespräche (Raitaniemi)
- Kontrastive Bibliographie Schwedisch-Deutsch (Nikula)
Kari Keinästö
1. Deutsche Sprache und Literatur im Mittelalter: der deutsche Prosa-Lancelot-Roman und sein sprach-, text- und literaturgeschichtlicher Stellenwert
2. Ältere deutsche Grammatiktradition: Johannes Claius und seine Grammatica Germanicae linguae (1578-1720) und deren Rezeption im Norden und in Turku, vgl. Johannes Gezelius der Ältere: Grammaticae Germanicae synopsis 1667
3. Deutsch-finnische Sprach- und Kulturkontakte: Lehnwörter und Lehnphraseologismen deutscher Herkunft im Finnischen und im Schwedischen
4. Germanistische Wissenschaftsgeschichte: Vorgeschichte der deutschen Dependenz- und Valenzgrammatik
5. Wissenschafts- und Personengeschichte der Germanistik in Finnland
6. Rollen des Mittelniederdeutschen und des älteren Neunieder- und Neuhochdeutschen in Finnland, insb. für die Sprach- und Kulturgeschichte der Stadt Turku
7. Sprache der ältesten deutschen Zeitungen: Wochenzeitungen Relation und Aviso 1609
8. Mittelalterliche deutsche Lieder: Texte und ihr philologisches Übersetzen ins Finnische, vgl. die CD Sydän, murru! – Herz, prich! – Heart, Break! des Ensembles Oliphant
Doris Wagner
Forschungsgegenstand:
Die deutsche Werbung wird ab 1920 u.a. nach folgenden Gesichtspunkten untersucht:
• Sprache und Sprachwandel (Wortspiele, Phraseologismen, Reime, Aufforderungen usw.)
• Argumentationsstrategien (Werbestrategien)
• (Alltags-)Kultur in der Werbung (Mode, Zeitgeist, vorherrschende Interessen, Gesellschaft)
• Politik und Zeitgeschehen in der Werbung
• Die Spuren des 2. Weltkrieges
• Mangelwirtschaft nach dem 2. Weltkrieg und ihr Ausdruck in der Werbung
• DDR-Werbung
• Die Semantik der Marken- und Produktnamen
• Die Wortbildung bei Marken- und Produktnamen
Das Stichjahr 1920 wurde aus mehreren Gründen als Untersuchungsbeginn gewählt. Die Hauptgründe sind folgende:
• In Deutschland endete der 1. Weltkrieg im Jahr 1918. Nach 1920 boomte die Wirtschaft wieder, was sich in verstärkter Produkt- und Dienstleistungswerbung niederschlug.
• Finnland wurde im Jahr 1917 zum unabhängigen Staat und damit wurde auch die Wirtschaft unabhängig.
• Das Stichjahr ermöglicht eine konstrastive Untersuchung zwischen deutscher und finnischer Werbung von 1920 bis in die Gegenwart.
Phase I: Nationale Ebene
Für das Forschungsprojekt Deutsche Werbung & Kultur wurden mehr als 500 der grössten deutschen bzw. in Deutschland ansässigen Unternehmen um ihre Firmenchronik sowie ihre Werbeanzeigen (vorwiegend Printwerbung) gebeten. Die Printwerbung umfasst Produkte und Dienstleistungen durch alle Sparten hindurch.
Das gesamte Korpus umfasst ca. 4 Meter Prospektmaterial mit z.T. Originalwerbung, 7 Meter Chroniken und Forschungsliteratur zur Werbung, etwa 100 CDs mit Werbekampagnen verschiedener Unternehmen und Sparten (insgesamt ca. 15.000 Bildanzeigen auf CD) und diversen Werbespots auf DVD bzw. Video.
Das gesamte Forschungsmaterial wird unter den o. g. Gesichtspunkten chronologisch in 10-Jahres-Schritten untersucht. Die Einteilung in solche geschlossenen Einheiten ermöglicht den Vergleich der 10-Jahres-Einheiten untereinander. Ziel ist, den eventuell erfolgten Wandel in Bezug auf Sprache, Werbestrategien, Kultur usw. nachzuweisen.
Die Ergebnisse werden in einer Monografie zusammengefasst.
Phase II: Internationale Ebene
In etwas kleinerem Rahmen ist zu einem späteren Zeitpunkt eine kontrastive Untersuchung zwischen deutscher und finnischer Werbung geplant. Ausgewählte finnische Unternehmen werden dafür um ihre Firmenchronik sowie um ihre Werbeanzeigen (vorwiegend Printwerbung) gebeten. Die Untersuchung erfolgt unter den gleichen Gesichtspunkten wie für die deutsche Werbung. Auch der Untersuchungszeitraum (1920 – heute) ist identisch. Die Ergebnisse der kontrastiven Untersuchungen werden ebenfalls in einer Monografie zusammengefasst.
Das Forschungsmaterial ist den Studenten unseres Fachs für ihre eigenen Untersuchungen zugänglich. Die Fülle des Materials bietet vielfältige Möglichkeiten für Seminar-, Pro-Gradu- und Doktorarbeiten. Interessenten sind jederzeit willkommen!
Tuomo Fonsén
Doktorarbeit (erschienen 2006)
„Kunstlöbliche Sprachverfassung unter den Teutschen. Studien zum Horrendum Bellum Grammaticale des Justus Georg Schottelius (1673)“. Peter Lang Verlag. Frankfurt a.M. et al. (Finnische Beiträge zur Germanistik, hg. von Irma Hyvärinen und Jarmo Korhonen, Bd. 17).
Im Jahre 1673 ließ der Wolfenbütteler Barockgrammatiker Justus Georg Schottelius (1612–1676) das Horrendum Bellum Grammaticale Teutonum antiquissimorum (den ‚Schrecklichen Sprachkrieg der uralten Deutschen‘) anonym drucken. Unter Anwendung einer humanistischen Grammatikallegorie schildert er, wie sich die Wortarten unter dem Nomenkönig Kunst und dem Verbkönig Lob auf eine „einmühtige Kunstlöbliche Sprachverfassung unter den Teutschen“ einigen, aber dann in einen folgenschweren Krieg geraten. Das der „Hochlöblichen Fruchtbringenden Gesellschaft“ gewidmete Werk ist aber nicht nur eine literarisch bearbeitete deutsche Grammatik, sondern vielmehr ein Ausdruck des deutschen Sprachpatriotismus: Darin verbinden sich das grammatische Fachwissen und die Ethik miteinander. Vergleichbar sind damit auch die anderen späten, nach dem Magnum opus Ausführliche Arbeit von der Teutschen HaubtSprache (1663) entstandenen juristischen, ethischen und religiösen Werke des Autors.
Aus dem Inhalt: Das Horrendum Bellum Grammaticale Teutonum antiquissimorum als literarische Grammatikallegorie, Widmungsvorrede an die Fruchtbringende Gesellschaft, Wortarten- und Wortbildungslehre, ethische Fragen, Anonymität des Werkes, Rezeption des Werkes, Überblick über das gesamte Spätwerk des Schottelius mit Textbeispielen.
Tuomo Fonsén
Studien zur Popularisierung der deutschen Rechtssprache (post doc)
Der Forschungsgegenstand dieser Arbeit ist die Popularisierung der deutschen Rechtssprache. Es wird also untersucht, wie juristisches Fachwissen an Laien vermittelt wird, damit es nach Möglichkeit allgemein verständlicher wird.
Die Arbeit knüpft an die Fachsprachenforschung an. Die juristische Fachsprache ist bisher vielseitig untersucht worden. Dennoch haben vorhandene popularisierte Gesetzestexte bisher kein sprachwissenschaftliches Interesse gefunden.
In dieser Untersuchung werden dem ursprünglichen Gesetzestext verschiedene Paraphrasen gegenübergestellt. Damit soll erklärt werden, mit welchen sprachlichen Mitteln die Popularisierung verwirklicht wird, und die bedeutenden lexikalischen, syntaktischen und textuellen Unterschiede zwischen dem Originaltext und den Paraphrasen werden festgestellt. Das Korpus paraphrasierter Gesetzestexte wird aus dem Internet gewählt, das zu einem wichtigen Medium alltäglicher Kommunikation geworden ist. Der Grundtext der Untersuchung stammt aus der Sammlung des deutschen Zivilrechts, dem Bürgerlichen Gesetzbuch (abgekürzt: BGB), und zwar dem Familienrecht (BGB Buch 4).
Mia Raitaniemi
Die Beendigung finnischer und deutscher Telefongespräche
(Arbeitstitel der Doktorarbeit)
Zweck
Bei der Dissertationsarbeit ist es mein Ziel herauszuarbeiten, ob und wie die Beendigungen von finnischen und deutschen Telefongesprächen sich unterscheiden. Diese Fragestellung hat zwei Ziele. Erstens wird die interkulturelle Kompetenz beim Fremdsprachenunterricht in beiden Sprachgebieten bereichert. Die Beschreibung der Beendigung beinhaltet Punkte, die auch in anderen Gesprächsphasen relevant sind, und daher werden interaktionale Phänomene beschrieben, die dem Fremdsprachenlerner nicht nur im Kontext Gesprächsbeendigung nützlich sind. Zweitens erweitern wir durch diese Arbeit die Verständigung über interaktionale Schemata in typologisch unterschiedlichen Sprachen. Der Bedarf an Kenntnissen über die Durchführung von interaktionalen Zielen im Gespräch in verschiedenen Sprachgemeinschaften wächst, weil die gesellschaftlich-wirtschaftlichen Verbindungen durch die Entwicklung von Medien häufiger und vielseitiger werden.
Ziel und Methode
Diese Arbeit ist gesprächsanalytisch, und sie zielt eine Analyse der sequentiellen Organisation und der Imagearbeit in der Beendigung ab. Besonderen Wert tragen die Bereiche Prosodie und die Formelhaftigkeit der Turngestaltung. Die konkrete Analysearbeit verläuft nach folgendem Plan: Die Beendigungen werden zuerst nach bestimmten formalen Kriterien klassifiziert. Die Kriterien bestehen aus den Fragen, ob die jeweilige Beendigung kurz und bündig ist, oder ob ihre Durchführung mehrere Teilhandlungen enthält, und sie dadurch auch zeitlich etwas länger wird. Ein dritte Möglichkeit ist, dass eine Beendigungsphase unterbrochen und später wieder aufgenommen wird. Die Beendigungen dieser drei Klassen werden in eigenständigen Abschnitten auf ihren jeweiligen Sondermerkmalen hin beschrieben. Bei der Beschreibung spielen alle Ebenen der Gesprächsführung eine Rolle: die sequentielle Organisation, die lexiko-syntaktische Gestaltung und die prosodische Gestaltung. Nach der getrennten Beschreibung von finnischen und deutschen Beendigungen wird in einem nächsten Schritt eine kontrastive Erörterung der Resultate ausformuliert.
Material
Für die Doktorarbeit liegt ein Gesprächsmaterial vor, das aus authentischen Telefongesprächen besteht. Dieses Material besteht aus privaten deutschen und finnischen Telefongesprächen. Diese habe ich bei Universitätsstudenten zu Hause aufzeichnen lassen, die finnischen im Herbst 1999 in Südfinnland und die deutschen im Frühjahr 2000 in Norddeutschland. Alle zu untersuchenden Telefonate enthalten eine Bitte um Auskunft oder Hilfe. Damit sind die Telefonate vom Ablauf her zumindest annähernd vergleichbar.
Die Identität der Beteiligten ist geschützt, und alle Hinweise, die zur Identifizierung beitragen könnten, sind aus den Materialien vor der Veröffentlichung entfernt.
Henrik Nikula
Kontrastive Bibliographie Schwedisch-Deutsch
Der Gedanke, eine Bibliographie zu kontrastiven und übersetzungswissenschaftlichen Untersuchungen zusammenzustellen, entstand im Zusammenhang mit der Arbeit an dem Artikel „Kontrastive Analysen Deutsch-Schwedisch. Eine Übersicht“ in Deutsch als Fremdsprache. (Bd 19.1). Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft, 2000. Berlin, New York; Walter de Gruyter, S. 337-343. In diesem Artikel konnte nur ein sehr kleiner Teil von dem bibliographischen Material veröffentlicht werden, das schon damals zusammengestellt war. Die Bibliographie wurde in den folgenden Jahren allmählich mit dem Ziel erweitert, sie irgendwo drucken zu lassen. Eine Veröffentlichung im Internet schien mir doch angemessener, u.a. weil die Bibliographie sich dabei relativ einfach kontinuierlich erweitern lässt.
Um die Bibliographie fortlaufend verbessern zu können, bin ich dankbar für jeden Hinweis auf weitere Literatur. Ich möchte auch all denen ganz herzlich danken, die mir schon durch ihre Hinweise usw. geholfen haben. Die bibliographischen Angaben sollen so vollständig wie möglich sein und an meine E-Mail-Anschrift geschickt werden: hennik(a)utu.fi.